Nach monatelanger Planung und Umsetzung ist deine App nun endlich fertig und im App Store für die ganze Welt zum Download bereit. Wie ein Kind zu Weihnachten freust du dich nach den ersten Tagen auf die Downloadzahlen und das Feedback der Nutzer. Doch dann setzt die ernüchternde Wahrheit ein: kaum Downloads und keine Bewertungen der Community. Das muss aber nicht zwangsläufig an deiner App liegen. Oftmals ist das Hauptproblem die Auffindbarkeit deiner App im Store. Aber keine Sorge, mit ein paar einfachen Schritten kannst du das ändern. Das Stichwort lautet App Store Optimization oder auch ASO.

Was ist ASO?

ASO ist für den App Store, was SEO für die Internetseite ist. Genauso gibt es deswegen auch hier Faktoren, die du direkt beeinflussen kannst (On-Site Faktoren) und Faktoren, auf die du keinen direkten Einfluss hast (Off-Site Faktoren). Off-Site Faktoren sind unter anderem die Anzahl der Downloads und die Nutzerbewertungen. Da sich diese Faktoren aber schwer und nur indirekt beeinflussen lassen, konzentrieren wir uns auf die On-Site Faktoren.

On-Site Faktoren

Die On-Site Faktoren lassen sich in drei Hauptpunkte unterteilen: Keywords, Icon und Screenshots.

Keywords

Wie bei einer guten Internetseite sind die Keywords und die richtige Keyword-Platzierung das A und O bei App Store Optimization. Allen voran sollte das wichtigste Keyword natürlich in deinem App-Titel auftauchen. Abhängig davon, ob du deine App bei Apple oder Google anbietest, gibt es aber noch weitere Platzierungsmöglichkeiten für dein Keyword.

Bei Apple gibt es ein eigenes Keyword Feld, in welchem du die wichtigsten Keywords eintragen kannst. Hier ist die Beschreibung daher nicht ganz so wichtig. Wenn du deine App in mehreren Sprachen anbietest, solltest du darauf achten, dass du in jedem Land die richtigen Keywords nutzt, da diese überall anders sein können.

Bei Google gibt es kein Keyword-Feld, daher solltest du dich hier neben dem Titel mehr auf die Beschreibung konzentrieren. Im Gegensatz zum Apple App-Store kannst du im Google Play Store deinen Text formatieren und sogar Emojis einbinden, um den Nutzer auf deine Hauptpunkte aufmerksam zu machen.

Icon

Ein gut designtes und leicht wiedererkennbares Icon ist die halbe Miete. Achte daher darauf, dass du vor allem auf zu viel Schrift verzichtest, dafür ist schließlich der Titel da. Nutze kräftige Farben, damit sich deine App sowohl im normalen Modus als auch im Dark-Mode leicht erkennen lässt. Außerdem solltest du darauf achten, dass du dich von der Konkurrenz abhebst, eine weitere Sudoku App mit Quadrat und Zahlen würde definitiv in der Masse untergehen.

Screenshots

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" hat man schon Tausende Male gehört, aber wenn es um ASO geht, könnte es nicht wahrer sein. Mit den Screenshots zeigst du deinen potenziellen Nutzern direkt, was sie erwartet, ohne dass sie sich die App erst herunterladen müssen. In den Stores hast du dafür mindestens 8 Kacheln zur Verfügung, welche du auch komplett nutzen solltest. Vor allen die ersten drei Kacheln sind dabei die wichtigsten, da sie im Store angezeigt werden, noch bevor der Nutzer deinen Eintrag öffnet. Achte auch hier darauf, möglichst wenig Text zu nutzen und lass die Bilder für sich sprechen. Im Idealfall hast du die Screenshots für die unterschiedlichen Sprachen angepasst und wenn du in der App Karten nutzt, einen Ort ausgewählt, der in dem jeweiligen Land liegt. Manchmal ist die Ansicht der App für die unterschiedlichen Betriebssysteme anders, achte daher darauf, dass im Google Play Store keine iPhone-Screenshots genutzt werden und umgekehrt.

Besonders wichtig ist vor allem die Aktualität der Screenshots. Die Nutzer sollten in der App genau das sehen, was du ihnen davor im Store gezeigt hast.

Fazit

Wenn du diese einfachen Schritte beachtest und natürlich auch abseits der App Stores ordentliches Marketing betreibst, wirst du bereits nach kurzer Zeit erste Erfolge wahrnehmen können.

 

Bildquelle: James YaremaUnsplas

Redaktion, 20.01.2022