zerbrochener Teller

Das Internet ist Sammelpunkt von Informationen, Angeboten sowie Dienstleistungen und ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Es erleichtert unseren Alltag und unterstützt uns in der Erledigung täglichen Aufgaben und Routinen. Immer wieder stoßen wir bei der Suche auf Webseiten und Online-Shops, die nicht unseren Erwartungen entsprechen, in der Nutzung kompliziert sind und keinen Spaß machen.

Usability als Wettbewerbsvorteil

Usability ist dabei mehr als eine reine Anforderung an den Grafikdesigner, es ist vielmehr ein Zusammenspiel aus Technik, Design und Content - Usability ist eine Grundanforderung an das Endprodukt. Mit der Vervielfachung der Zahl an Webseiten und Online-Shops, hat sich nicht nur der Wettbewerb durch vergleichbare Angebote verschärft, sondern ist auch der Nutzeranspruch an Bedienfreundlichkeit sowie Nützlichkeit der Inhalte gestiegen. Die Toleranz der Nutzer gegenüber schlecht aufgebauten und strukturierten Webseiten und Online-Shops wird immer geringer, sodass heute mehr denn je Usability zum zentralen Wettbewerbsvorteil wird und zum Erfolg beiträgt. 

Usability-Problemquellen bei Webangeboten

Design und ästhetischen Vorstellungen unterliegen zeitlichen Trends. Die Ansprüche der Nutzer sind jedoch stets gleich geblieben: Inhalten sollen schnell gefunden sowie einfach dargeboten und verständlich sein. Diese Anforderungen haben sich vor allem mit dem sprunghaften Anstieg der Nutzung von mobilen Endgeräten sowie der Möglichkeit zu jeder Zeit und an jedem Ort Informationen und Dienstleistungen zu nutzen verstärkt. Die Ausrichtung der eigenen Webseite oder Online-Shops auf wesentliche Aspekte der Usability ist zum Erfolgsfaktor geworden.

Dennoch gibt es immer noch Webangebote, die mit Blick auf die Usability hinterherhängen. Wir beschäftigen uns täglich mit der Optimierung von Webanwendungen sowie Softwarelösungen, um die Nutz- und Bedienbarkeit zu verbessern und zum Erfolg beizutragen. Dabei haben wir festgestellt, dass fünf Fehler in Technik, Design und Content häufig auftreten:

  1. Webseite ist nicht mobil optimiert
  2. Nutzererwartungen werden nicht erfüllt
  3. Informationsinseln statt Verknüpfung zu weiterführendem Wissen
  4. Keine inhaltliche Struktur zur Informationsverarbeitung
  5. Keine Problemlösung oder Antwort auf Nutzerfragen

Usability-Fehler 1: Webseite ist nicht mobil optimiert 

Wireframe-Grafik
© José Alejandro Cuffia | unsplash.com

Immer mehr Nutzer surfen im Internet mit dem Smartphone oder Tablet und nicht mehr mit dem Desktop – mit steigender Tendenz. Das „Mobile First“-Konzept ist vom Trend zur nachhaltigen Tugend geworden. Über vierzig Prozent der Suchanfragen werden mittlerweile auf Smartphones und Tablets durchgeführt, es ist somit von größter Bedeutung, eine Webseite oder Online-Shop zu haben, welche unabhängig des Endgeräts korrekt angezeigt werden kann.

Die Anforderungen an mobile Anwendungen sind hoch und verzeihen wenig Fehler, sodass Webdesign und der Konzeption stärker gefordert sind, um ein optimales und geräteunabhängiges Nutzererlebnis zu sichern. Nichts ist ärgerlicher als Webseiten im mobilen Kontext zu nutzen, welche durch zu kleiner Schrift schwer lesbar sind oder erst durch diverses Zoomen erkennbar werden. Mobiler Content ist zudem viel schwieriger darzustellen, sodass bei kleineren Bildschirmen, die gleiche Menge an Informationen erst durch deutlich mehr Scrollen erfasst werden kann als an einem Desktop. Dies muss besonders bei der inhaltliche Konzeption Beachtung finden. Auch wenn immer mehr Menschen mobil surfen, sollte nicht vergessen werden, dass es durchaus noch viele Nutzer gibt, die Ihre Seite am Desktop-PC aufrufen.

Usability-Fehler 2: Nutzererwartungen werden nicht erfüllt

Spiegelbild
© ali syaaban | unsplash.com

Wenn das mentale Modell und der strukturelle Aufbau nicht zusammenpassen, dann finden sich Anwender nur sehr schwer auf der Webseite oder einer Anwendung zurecht. Fakt ist, dass Besucher die meiste Zeit auf anderen Webseiten verbringen. Auf diesen Seiten sammeln diese ihre User Experience. Konsistenz ist ein mächtigstes Mittel der Usability. Je öfter sich Nutzererwartungen bestätigen, desto mehr verfestigen sich Nutzungsmodelle und der Webseitenbesucher fühlt sich sicher und gut aufgehoben. Der Nutzer verfügt über bereits erlernte Strategien und Wege, welche zu einer schnellen Problemlösung beitragen sollen. Deshalb ist es wichtig, dass allgemein gängige Nutzungsmuster übernommen. Kein Besucher wird sich die Zeit nehmen, die Logik hinter einer zu umfangreichen und verschachtelten Navigation zu erkennen. Werden bestimmte Produkte oder Inhalte über einen bekannten Nutzungsweg nicht gefunden oder werden die Nutzererwartungen nicht erfüllt, kann dies zu einer Steigerung der Abbruchraten führen.  

Abbrüche können jedoch nicht nur struktureller Natur sein, sondern vielmehr auch durch nicht korrekt verwendeter Kategorienbeschreibungen hervorgerufen werden. Die Art und Weise, wie Dinge gruppiert wurden, kann den Nutzer möglicherweise verwirren, da nicht die entsprechende Erwartung an den Begriff und dahinterliegender Inhalte oder Produkte erfüllt wird. Um dieses Problem zu vermeiden, hilft es sich andere Webseiten anzuschauen, A/B-Tests durchzuführen oder Nutzergruppen zu befragen.

Usability-Fehler 3: Informationsinseln statt Verknüpfung zu weiterführendem Wissen

Fußgängerüberweg
© Yiran Ding | unspalsh.com

Grundsätzlich sollten Informationen, welche zueinander gehören auch beieinanderstehen, sodass der Webseitenbesucher nach dem Nutzungseinstieg alle wesentlichen Informationen findet und zielgerichtet auf weiterführende Inhalte zu einem Thema oder Produkt geleitet werden kann. Ziel ist es Besuchern ein möglichst breites Spektrum an Wissen zur Verfügung zu stellen, sodass diese nicht die Seite verlassen müssen, um auf Google nach weiteren Informationen zu suchen und im schlimmsten Fall beim Wettbewerb landen. 

Inhalte an verschiedenen Stellen zum gleichen Themenkomplex zu pflegen, bedeutet einen organisatorischen Mehraufwand und steigert das Risiko doppelte Inhalte anzubieten. Dieser Duplicate Content wird durch den Nutzer als uninteressante inhaltliche Redundanz wahrgenommen und wird durch Google entsprechend abgestraft. Fazit: Bringt zusammen, was zusammengehört und verhindert doppelte Inhalte.

Usability-Fehler 4: Keine inhaltliche Struktur zur Informationsverarbeitung

Verlinkungskonzept
© Alvaro Reyes | unsplash.com

Expertenwissen und Hintergrundinformationen stärken das Vertrauen der Nutzer in den Anbieter und vermitteln eine entsprechende Expertise. Expertenwissen sollte hierbei jedoch nicht als reine Bleiwüste daherkommen, sondern muss durch strukturelle und gestalterische Ausarbeitung Orientierung bieten. „Content is King“ sagt man im Contentmarketing – dies gilt jedoch nur, wenn die Inhalte auch einfach zugänglich sind und einen Informationscharakter besitzen. Unstrukturierte Texte ohne jeglichen Nutzen haben wenig mit Usability zu tun, sondern müssen optisch so aufbereitet werden, dass der interessierte Leser die Möglichkeit hat, wichtige Botschaften schnell erfassen zu können. Webseitenbesucher wollen möglichst schnell ans Ziel und überfliegen in den meisten Fällen nur den aufgerufenen Text. Zur inhaltlichen Orientierung eignen sich u. a. Headlines, Aufzählungen und Absätze.

Usability-Fehler 5: Keine Problemlösung oder Antwort auf Nutzerfragen

Neon-Werbung YOU ARE HERE
© John Baker | Unsplash.com

Wer sich als Experte positioniert, muss Inhalte liefern, welche dem Nutzer einen Mehrwert liefern und Wissen vermitteln. Einer der größten Fehler ist es, wenn eine Webseite nicht diese gesuchten Informationen anbietet. Aus diesem Grund ist es wichtig, potenziellen Kunden zu kennen und zu wissen, was diese im Internet suchen. Nutzer bewegen sich zielorientiert im Netz um Informationen zu suchen, Probleme zu lösen oder Produkte zu finden. Wird der Webseitenbesucher jedoch nicht mit seiner Nutzungsintention abgeholt so ist das Risiko hoch, dass dieser seine Suche erneut startet oder andere Angebote nutzt.


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Bildquelle: © chuttersnap | unsplash.com, © José Alejandro Cuffia | unsplash.com, © ali syaaban | unsplash.com, © Yiran Ding | unspalsh.com, © Alvaro Reyes | unsplash.com, © John Baker | unsplash.com

Redaktion, 20.02.2019